Egal, ob die EZB am Donnerstag die Zinsen senkt oder nicht, fest steht: Mario Draghi kann es nicht allen recht machen. Denn Deutschland hätte gerne höhere Zinsen. Und die wird es garantiert nicht geben.
[Wien] Mario Draghi ist kaum zu beneiden. Als er Ende 2011 dem Franzosen Jean-Claude Trichet an der Spitze der Europäischen Zentralbank nachfolgte, nahm der ehemalige Notenbank-Chef Italiens immerhin eine 50-prozentige Gehaltskürzung in Kauf (von rund 760.000 auf rund 370.000 Euro pro Jahr). Und wofür? Draghis Bilanz kann sich zwar durchaus sehen lassen – immerhin darf er von sich behaupten, den Euro erstmal „gerettet” zu haben. Aber Dank darf er sich nicht erwarten. Der EZB-Chef kann es nicht allen recht machen – das ist sozusagen Teil des Jobs.
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